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Der Teufel ist ein Eichhörnchen

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Die rote Gefahr

aus Kapitel 9 von "Huschiwood presents..."

Allein aufgrund ihres roten Fells mussten zahlreiche Eichhörnchen während des Krieges Europa den Rücken kehren. Ein Glück für Huschiwood – denn auf einen Schlag wollten die kreativsten Autoren, Schauspieler und Produzenten der alten Welt ihr Glück in den USA versuchen. Nie war Huschiwood produktiver. Es entstanden unvergleichlich rasante Komödien, komplexe Dramen und unbeschreibliche Geschichten.

Besonders zwei Eichhörnchen gaben den Ton an: Der wilde Billy und Hanns Eichler.

Alles lief gut – bis der Krieg zu Ende ging. Die Neuordnung der Welt bedeutete für die europäischen Eichhörnchen erneut Verfolgung. Während in Hollywood ein gewisser Ronald Reagan als Präsident der Schauspielergilde hunderte von Regisseuren, Schauspielern und Autoren (darunter z.B.: B. Brecht, Arthur Miller, oder Gale Sondergaard) als Kommunisten denunzierte und auf die so genannte Blacklist setzen ließ*, erging es den Eichhörnchen in Huschiwood kaum besser. Viele begannen, sich das Fell zu färben oder versuchten, unter einem Pseudonym ihre Drehbücher an die Studios zu verkaufen. Nichts half.

Als unter McGarfield dann eine Hexenjagd mit Schauprozessen auf die roten Eichhörnchen begann, flüchteten viele wieder zurück nach Europa. Huschiwood verlor mit einem Mal seine kreative Kraft. Filme floppten und die Budgets sanken ins Bodenlose.

So klammerte man sich an den letzten Strohhalm, den man hatte –

Pornos.

Mehr dazu morgen.

* Auf der Blacklist stand unter anderem eine Schauspielerin namens Nancy Davis. Mr. Reagan veranlasste, dass ihr Name von der Liste gestrichen wurde. 1952 wurde aus Nancy Davis Nancy Reagan. Die Wikipedia umschreibt das sehr nett: „Davis und Reagan trafen sich 1951, als er Präsident der Screen Actors Guild war. Im folgenden Jahr heirateten sie in Los Angeles.“

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Am Ende kackt die Ente.



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