Out of Uppen
Der Teufel ist ein Eichhörnchen
Dienstag, Juli 01, 2008
Das Art Buying löst seine Bibliothek auf. Der komplette hintere Flur ist ein Bücherflohmarkt mit Umsonstmitnahme.
Ich schwanke noch zwischen der 10er Reihe National Geographic, den Restbeständen des ADAC-Reisemagazins (mit Merian-Einsprengseln) und der Vogue-Komplettsammlung (die bringen auf dem Flohmarkt sicher noch was).
Huiuiui.
Labels: Arbeit, Sachen die die Welt nicht braucht. Ich schon.
Freitag, Juni 27, 2008
Downtown-Debakel
Heute morgen, 8:50. Anruf von Kollegin B.
"Duhu...sicher, dass wir mit dem Rad fahren wollen? Es regnet."
Ich: "Aaach, komm erst mal rum, dann gucken wir mal."
10 Minten später. Es klingelt, ich gehe vor die Tür. Kollegin B. Nass.
Ich: "O.K., wir fahren mit der Bahn. Schließ dein Fahrrad einfach bei mir an."
In der S-Bahn-Station wird gerade die S4 angezeigt. Unsere Bahn. Auf der Anzeigentafel steht: "Bitte beachten Sie die Lautsprecheransagen!"
Es kommt keine Lautsprecheransage.
Wir steigen in die Bahn ein und tauschen uns kurz darüber aus, was in den letzten 10 Stunden, in denen wir uns nicht gesehen haben, passiert ist.
Plötzlich, ich: "Sach mal...ich glaube...äh...wir sind falsch."
Kollegin B: "Wie, falsch?"
Ich: "Na ja, nach Offenbach wollten wir ja eigentlich nicht."
Kollegin B: "Scheiße!"
Wir steigen an der nächsten Haltestelle aus und diskutieren bis zur Ankunft der nächsten Bahn in die entgegen gesetzte Richtung (15 Minuten), ob wir eine neue Fahrkarte kaufen sollten, oder nicht (nicht).
In der Bahn:
Kollegin B: "So ein Mist. Ruf mal den Trafficer an und sag, dass wir später kommen.
Ich: "O.K." Kram. Wühl. Such. Dann: "Ich glaub, ich hab mein Handy zu Hause liegen lassen. Da müssen wir gleich noch mal kurz zu mir hoch."
Kollegin B: "Argh."
Bei mir angekommen (S-Bahn-Haltestelle = Wohnungseingang) hole ich das Handy (aus dem 5ten Stock!) und hüpfe die Treppen wieder herunter. Unten angekommen, ich: "Du, eigentlich hat es jetzt fast aufgehört zu regnen. Wollen wir nicht doch mit dem Rad...?Ich ruf auch den Trafficer an."
Kollegin B: "ARGH!"
Ankunft in der Agentur, 9:55.
Der Trafficer hat im öffentlichen Kalender eingetragen: "Die Blondinen finden den Weg zur Arbeit nicht - kommen eine Stunde später."
Labels: Arbeit, jetzt nicht mehr lustig
Mittwoch, Juni 25, 2008
Comm-Check, tragisch
Gestern bei der Marketing-Befragung.
Interviewerin: "Naaaa...freust du dich schon auf die Sommerferien?"
Neunjähriger Junge: "Geht so."
Interviewerin: "Wieso denn nicht?"
Junge: "Na weil alle in den Urlaub fliegn. Ich würde auch gerne in den Urlaub fliegen. Machen wir aber nicht. Weil wir kein Geld haben."
Interviewerin: "Oh, äh, ja. Äh...was hast Du denn sonst so für Hobbys?"
Junge: "Hobbys? Was ist denn das?"
...
Labels: Arbeit, Emo, Werbetschinggg
Freitag, Mai 02, 2008
Dienstag, April 15, 2008
Mittwoch, April 02, 2008
VERDI IST TOT!?
Mail von der Rechtsabteilung:
Hallo zusammen,Ich bring ihm gleich ein Stück Kuchen vorbei.
der Song ist von Giuseppe Verdi, der 1901 in Mailand gestorben ist, d.h. die Urheberrechte sind abgelaufen und wir können die Melodie bedenkenlos nutzen.
Viele Grüße,
(...)
Also dem Anwalt.
Nicht Verdi.
Labels: Arbeit
Wir haben Kontakt!
Im Büro wird gerade ein Holzsandkasten zwecks Motivshooting aufgebaut.
Laut, dreckig, nervig.
Aber das ist (hier bitte Namen eines beliebigen TV/Musik/Kino-Sternchens einfügen) ja auch und wir haben es gelernt zu ertragen.
Weigstens bieten sich ungeahnte Möglichkeiten der kreativen Bastel-Begründung. Mein Liebling bisher:
Kontakerin: "Was ist denn das?"
Lieblings-Trafficer: "Das wird der neue Käfig."
Kontakerin: "Käfig? Wofür?"
Lieblings-Trafficer: "Na für den neuen Agentur-Hasen, den wir bekommen."
Kontakerin: "Du verarschst mich!"
Lieblings-Trafficer: "Nee, echt. Gut fürs Betriebsklima, und so"
Kontakerin: "Wow! Super!"
(Hüpft von dannen)
Labels: Arbeit
Montag, März 10, 2008
Und eines führt zum anderen... (ob man das jetzt auch groß schreibt?)
Wir leben in einer visuellen Welt. Ich blicke auf, ich sehe, ich schätze ab. In Millisekunden.
"Liebe auf den ersten Blick", "Schatz, schau mal, das Panorama!", "Ich kann dich nicht mehr sehen!", "Aus den Augen, aus dem Sinn."
"Ein Bild sagt mehr als..." ich kann es nicht mehr hören.
Wenn nur ein Blick Worte lügen strafen kann, was ist das Wort dann noch wert?
Wir gehen mit Worten um wie mit achtlos hingeworfenen Klamotten, die wir am Abend der Party ordentlich aufzuhängen zu faul waren. Wir verwässern, verstümmeln und verwischen unser täglich Wort - nicht mit Absicht, aber macht es das besser? Ich weiß, ich weiß, Worte sind um so viel verwöhnter als Bilder. Sie bieten nicht vordergründig an, sie bedienen nicht.
Wären Wort und Bild in der Gastronomie tätig, das Verbale würde uns französisch-affektiert am Bistro-Tisch hungern lassen, um dann - nach gebotener Demut vor dem Personal – in Spezialitäten und Finessen schwelgen zu lassen während die Bildwelten uns höchstens vor die Wahl „Mit extra Käse?“ stellen würden.
Denn Worte sind ein tausend Mal besserer Spielplatz als jedes noch so komponierte Bild. Was ein allegorisches Gemälde an Transkriptionserlebnis verspricht, wirkt neben den Erfahrungsebenen eines Roman oder einer guten Geschichte wie walldorfgeeignete Sicherheitsbauklötze. Pädagogisch wertvoll, aber langweilig. Um wie viel kribbelnder ist es, den Sinn, den Doppelsinn oder die versteckte Wahrheit eines Satzes, einer Phrase (im sprachwissenschaftlichen Sinne) oder einer Sentenz zu finden? Krimis mochte ich noch nie, aber der schönste Spannungsbogen besteht aus Innerlexikalischem.
Aber genau so schlampig, wie ich mitunter ernähre, wie ich das Wasser beim Zähneputzen laufen lasse oder den Müll mal wieder nicht trenne gehe ich eklatanterweise auch mit meinen Bausteinen um.
Und das ist eine der wenigen Tatsachen, über die ich mich reell ärgere.
Mein Chef sagte mir vor ein paar Monaten einmal: "Wenn Du etwas Wichtiges zu sagen hast, hilft es, die Fakten einfach zu wiederholen.
Zu wiederholen." Dieser nur als rhetorischer Kniff gedachte Trick hat mich zum Grübeln gebracht. Denn diese kleine Irritation im sprachlichen Dauerfeuer hat seitdem schon oft dazu geführt, wenigstens einen der Rezeptionskanäle meiner Umwelt wachzurütteln. Ihn zu sensibilisieren für die Worte, die ich wähle, für das, was dahinter steht. Und nicht zuletzt dafür, mich selbst wach zu halten. Um nicht in die Floskel-Falle zu tappen, die Stereotypen-Staffade, die Allgemeinplatz-Anarchie.
Denn das ist die wahre Berufskrankheit meiner Gilde.
Mea culpa. Ich werfe den ersten Stein und gehe in Deckung.
Und wenn mich morgen wieder jemand mit "Und, wie sieht's aus?" begrüßt, denke ich daran, wie es in meiner perfekten Welt heißen sollte, nämlich: Ich kam, sprach und siegte.
Irgendwann hoffentlich.
Schaun wir mal.
Labels: Arbeit, Experimente, Sehnsuff
Freitag, Februar 22, 2008
Zeichen.
Und Wunder.
Und manchmal tun sie es doch: Erstehen von den Toten auf und riechen noch nicht mal modrig.
Nächste Woche bin ich dann mal weg.
e!, bitte übernehmen Sie.
Labels: Arbeit, Freulein, Werbetschinggg
Dienstag, Februar 19, 2008
Ich? Heute? Wenig zu tun?
Aber Firmenturniere zu organisieren ist schließlich auch Arbeit.
Wie vielleicht schon bekannt, findet das Werber-Inzest-Turnier BAC dieses Jahr in heimischen Gefilden statt. Die generalstabsmäßige Planung eines "Toll!Toll!Toll!"-Events ist somit Pflicht.
Und schon geht es intern mit den ersten Fragen los.
Zug oder Schiff?
Hotel oder zu Hause pennen?
Und vor allem: Welcher Song wird dieses Jahr bis zum Erbrechen gespielt?
Der Kollege orakelt, ich tippe auf die Startnummer 2.
"Punkt, Punkt, Komma klar!"
Labels: Arbeit, Werbetschinggg
Schön auch...
...dem Lieblings-Trafficer das gebastelte Spider-Schwein an die Decke hängen und warten, bis er es merkt. Ihn während dessen durchgehend mit kryptischen Hiweisen verwirren.
- "Häh? - Ich steh auf dem Schlauch!"Zeit stoppen, nicht vergessen.
- "Genau das ist Dein Problem. Du bist zu verwurzelt.
Mach doch mal den Kopf frei!"
Machen wir einen Contest draus?
Nachtrag: Meiner hat 55:02 gebraucht...
Labels: Arbeit
Brainstorm
Die Artist-in beim Überlegen.
"Und wenn wir bla-dibla XY"
Ich: "Nee, zu verkopft."
Sie: Warum sind 50% der Menschheit auch blöder als wir?"
Labels: Arbeit
Montag, Februar 11, 2008
Arbeit fressen Wortwitz auf
Den hier konnte ich noch retten:
Beim Schachweltmeister Alexander Alexandrowitsch Aljechin nachgefragt:
"Herr Aljechin, bevorzugen Sie die Dame auf dem Brett oder auf dem Bett?"
"Das kommt auf die Position an."
Labels: Arbeit
Dienstag, Januar 15, 2008
Der Artist-in zu Ehren (sie hat heute Geburtstag)
Ihre liebste IKEA-Geschichte.
Durchsage: "Liebe Eltern: der kleine Justin möchte aus dem Smaland abgeholt werden."
(...)
10 Minuten später:
"Liebe Eltern: Der kleine Justin wartet immer noch im Smaland."
(...)
Weitere 10 Minuten später:
"Liebe Eltern: bitte holen sie Justin JETZT aus dem Smaland ab."
(...)
Und noch mal 10 Minuten später:
"Liebe Eltern: Justin weint jetzt."
Nachtrag:
Geschenke gab es natürlich auch.
Montag, Dezember 10, 2007
Mittwoch, November 28, 2007
Wer Lesen kann...
Vorteilswochen jetzt auch für Alle, die des Scrollens fähig sind.
"Du hast mir ja zwei Mal denselben Spot geschickt."
"Nein."
"Doch!"
"Scroll runter."
"Oh."
Nachklapper:
"Das versteht man aber auch nicht. Können wir da nicht zwei Einzelseiten draus machen?"
Labels: Arbeit
Dienstag, November 20, 2007
Montag, November 19, 2007
Virgin Mac
Nach IT-Umstellung:
"Sie öffnen das Programm "WORD" zum ersten Mal. Möchten Sie es wirklich öffnen?"Ich bin fast ein bisschen aufgeregt...
Labels: Arbeit



